Ernte im Kräuterbeet

Im Sommer stehen viele Kräuter zum frisch verwenden zur Verfügung. Davon sollte auch reichlich Gebrauch gemacht werden.
Blattkräuter sollten dann geerntet werden, wenn sie am aromatischsten sind:
  • Kurz vor der Blüte: Melisse, Beifuß, Salbei, Kerbel, Thymian, Pfefferminze
  • Auch noch während der Blüte: Bohnenkraut, Borretsch, Dill, Estragon, Oregano
  • Laufende Ernte: alle übrigen Blattkräuter
Für den Winter kann man Kräuter auf verschiedene Weise bevorraten:
Trocknen: Für alle Kräuter, die mitgekocht werden geeignet (z.B. Majoran, Oregano, Thymian, Beifuß, Liebstöckel)
Einfrieren: besonders geeignet für Petersilie, Schnittlauch, Basilikum, Thymian, Estragon, Melisse und Dill.

Gewaschen und gehackt werden die Kräuter in einer Eiswürfelschale eingefroren, anschließend können die gefrorenen "Kräuterwürfel" zur weiteren Lagerung in eine Dose umgepackt werden. Petersilie läßt sich auch gut als ganzer Strauß einfrieren. Dazu die Petersilie waschen und gut abtrocknen lassen (Salatschleuder) und in einem Beutel einfrieren. Den Beutel mit der gefrorenen Petersilie mehrmals auf die Arbeitsplatte aufschlagen. Die Petersilienblättchen "brechen" von den groben Stängeln, die man dann aus der Tüte nehmen kann. Sie haben nun "gehackte" Petersilie, die Sie löffelweise nach Bedarf entnehmen können.

Außerdem kann man Kräuteröle und Kräuteressige herstellen.
Falls Ihr Kräuterbeet sich so üppig entwickelt, dass Sie mit der Ernte nicht nachkommen, sollten Sie durch regelmäßigen Rückschnitt eines Teils der Kräuter dafür sorgen, dass sie laufend Neuaustrieb zum verwenden haben!


eva.morgenstern@dlr.rlp.de     www.Gartenakademie.rlp.de drucken nach oben  zurück